Diversity in der Unternehmenskommunikation: Interview mit der DPRG

Diversity in der Unternehmenskommunikation bedeutet für mich, gesellschaftliche Wirklichkeit so abzubilden, dass Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Fähigkeiten und Erfahrungen tatsächlich vorkommen. Im Interview mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft spreche ich über Behinderung, Diversität, Führung und die Frage, welche Verantwortung Kommunikationsverantwortliche für glaubwürdige Sichtbarkeit tragen.

Diversität in der Unternehmenskommunikation darf breiter werden

Viele Diversity-Darstellungen konzentrieren sich auf wenige, gut sichtbare Kategorien. Menschen mit Behinderung tauchen in Unternehmensbildern, Kampagnen und Führungsnarrativen weiterhin selten auf. Dabei entsteht inklusive Unternehmenskommunikation gerade dann, wenn Vielfalt nicht als Sonderthema behandelt wird. Sie gehört in Bildauswahl, Sprache, Recruiting, Employer Branding, Führungskommunikation und die alltägliche Darstellung von Unternehmen.

Diversity und Führung hängen zusammen

Im DPRG-Gespräch verbinde ich meine eigenen Erfahrungen als Führungskraft mit Gehbehinderung und Migrationsgeschichte mit einer grundsätzlichen Frage: Welche Arbeitsumgebung ermöglicht Teilhabe wirklich? Diversity und Führung zeigen sich nicht erst in Leitbildern, sondern in Entscheidungen, Strukturen, Zugänglichkeit und dem Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. Behinderung in der Kommunikation sichtbar zu machen, ist deshalb nur ein Teil. Entscheidend ist, ob Vielfalt in Unternehmen auch praktisch mitgedacht wird.

Was daraus für strategische Kommunikation folgt

Glaubwürdige Kommunikation entsteht, wenn öffentliche Darstellung und tatsächliche Unternehmenskultur zusammenpassen. Genau diese Verbindung ist Teil meiner Arbeit mit Corporate Brands und Personal Brands. Gerade in Industrie und erklärungsbedürftigen B2B-Märkten beeinflusst die Art, wie Unternehmen Führung, Mitarbeitende und Verantwortung zeigen, auch Reputation und Arbeitgeberwahrnehmung. Das Interview dokumentiert damit einen Themenstrang, der meine Arbeit bis heute prägt.

Originalquelle: DPRG: Es bringt nichts, zu verbergen, wer man ist

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